„Aktive“ Seniorenabteilung

Wer rastet – der rostet. Um dem zu begegnen, hat die Seniorenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Salach unter der internen Leitung durch ihren Ehrenkommandanten Dieter Merath im Rahmen ihrer Möglichkeiten in den letzten 3 Monaten beim Um- und Anbau des Feuerwehrhauses tatkräftig mitgeholfen. Fachlich geführt wurde der Bautrupp von zwei externen Salacher Bauprofis, ebenfalls Senioren, und Freunde der örtlichen Feuerwehr: Werner Seidel und Manfred Blessing. Dank und Anerkennung gebührt beiden für die fachkundige Anleitung und unfallfreie Abwicklung. Mit bisher anteiligen 548 Arbeitsstunden (von insgesamt 2542 Std. einschließlich Jugendabteilung und aktiver Wehr) wurden Abbrucharbeiten im Bestand unterstützt, im Trockenbau Zwischenwände eingezogen, Fenster zugemauert, im Außenbereich Kanäle gereinigt und unter fachkundiger Anleitung der Nordanbau gemauert sowie Stürze und Decken betoniert.

Zur körperlichen und geistigen Erholung der Senioren mussten die Arbeiten deshalb auch einmal für einen 3-Tage-Ausflug in den Bayerischen Wald unterbrochen werden. Bereits auf der Anfahrt wurde mit dem Besuch des Kuchlbauer Turm (ein Hundertwasser Architekturprojekt) innerhalb der Kuchlbauer’s Bierwelt in Abensberg ein Highlight angefahren. Eine faszinierende Führung präsentierte die Welt des Bieres auf außergewöhnliche Weise als Kombination zwischen Brautradition, Kunst und Gastlichkeit in einer der ältesten Brauereien der Welt. Oder anders gesagt: Interessantes und Amüsantes rund um’s Bier mit Begeisterung in einer künstlerisch und fantasievoll gestalteten Umgebung. Fortgesetzt wurde der Tag mit einem erlebnisreichen und tollen Ausblick vom Baumwipfelpfad im Nationalpark mit dem Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau, bevor im Hotel das Hallenbad bzw. die Sauna den Erholungsteil sicherstellten.

Mit einer kleinen Rundfahrt, vorbei am großen Arbersee und dem als Skigebiet bekannten Arber ging es am nächsten Vormittag gemütlich mit der kleinen Arberseebahn von Lohberghütte ca. 6,5 km zum kleinen Arbersee mit seinen schwimmenden Inseln. Bei schönem Wetter brachte der Rundgang um den See tolle Eindrücke, zumal der kleine Arbersee auch Ausgangspunkt für große Wanderungen sein kann. Der Nachmittag stand dann ganz unter dem Motto „Glas und Natur“ im Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck. Erlebnisgärten und Skulpturenpark sowie Glashütte mit Erlebnisgalerie Kunst & Form hinterließen vielfältige Eindrücke, bevor schließlich der Abend mit Musik und Tanz harmonisch und gesellig ausklang.

Zum zweiten Mal gut gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet erwarteten zwei weitere Highlights die Teilnehmer am anderen Morgen. „Weltweit einmalig“ konnte von allen Mitreisenden bei der Besichtigung der gläsernen Scheune  in Viechtach bestätigt werden. Denn der sagenumwobene Bayerwaldprophet Mühlhiasl zieht seit Jahrhunderten die Menschen in seinen Bann. Der Künstler Rudolf Schmid hat eine der Legenden um den Seher in seinem Lebenswerk „Gläserne Scheune“ verewigt und in herausragenden Glasmalereien Bilder und Geschichte des faszinierenden Mythos vereint. Bevor dann die Heimreise angetreten wurde, stand noch das Schnaps-Museum Penninger mit der gläsernen Destille in Böbrach auf dem Besucherprogramm. In einer großen Halle werden in einem Dorf-Ambiente aus urwüchsigen Häusern wertvolle historische Exponate aus der Geschichte der Schnapsherstellung gezeigt. Natürlich durften auch ein Bayerwald- bzw. Bärwurzfilm und der Besuch des Museumsladens mit Einkaufsmöglichkeiten nicht fehlen. Dann ging es auf die Heimreise, wobei ein kurzer Aufenthalt in einem Café in der Stadtmitte von Augsburg willkommen angenommen wurde. Der Ausklang erfolgte schließlich im Filstal mit einem gemütlichen Abendessen. Fazit: Der bisher schönste Ausflug der Seniorenabteilung.

Frisch gestärkt und ausreichend motiviert war es somit möglich, dann die restlichen Rohbauarbeiten innerhalb der Schönwetterperiode abzuschließen und zeitversetzt den Rohbau auszuräumen. Dementsprechend nahm die Seniorenabteilung auch mit gleich starker Mannschaft am Richtfest teil. In der Zwischenzeit präsentiert sich der Anbau mit den bereits eingebauten Fenstern als winterfester Bauteil, damit die Ausbauarbeiten während der Wintermonate weiterlaufen können. Damit kann die Jugendabteilung, welche ihr neues Domizil im Obergeschoss des Anbaus erhält, bereits Ausbaupläne zur künftigen Gestaltung schmieden.