Nr. 12/14 Alarmübung - Verkehrsunfall zwischen Salach und Bärenbach - zwei Personen eingeklemmt - Gefahrstoffe treten aus 07.04.2014 ; 19.03 Uhr [H3+G3]

Alarm für Florian Salach… löste die Leistelle am 07.04.2014 um 19.03 Uhr aus mit dem Alarmstichwort Verkehrsunfall zwischen Salach und Bärenbach - zwei Personen eingeklemmt - Gefahrstoffe treten aus. Dieser Alarm war der Auftakt zur jährlichen Alarmübung der Feuerwehr Salach bei der unter realen Bedingungen Einsätze geübt werden. Ein Szenario mit Verkehrsunfall und Gefahrgut stellt besondere Herausforderungen an die Feuerwehr. Bereits nach kurzer Zeit verließ der Kommandowagen das Gerätehaus um sich vorab ein Bild von der Lage zu machen. Ihm folgten der Hilfeleistungszug aus Löschgruppenfahrzeug undTanklöschfahrzeug sowie der Gefahrgutzug mit Gerätewagen Gefahrgut, Einsatzleitwagenund Gerätewagen Dekontamination. Vor Ort wurde folgende Lage festgestellt. Ein PKW war gegen einen LKW-Anhänger geprallt und brachte diesen zum Umstürzen so dass er auf dem Dach des PKW zum liegen kam. Zwei Personen im PKW wurden durch den Unfall eingeklemmt und konnten nicht ohne technische Mittel befreit werden. Zusätzlich wurde festgestellt, dass von der Ladefläche des LKW-Anhänger Flüssigkeit austrat und dieser mit einer orangenen Warntafel versehen war. Umgehend wurde vom Einsatzleiter der Rüstwagen der Feuerwehr Eislingen sowie der Fachberater Chemie nachgefordert. DasLöschgruppenfahrzeug erhielt den Einsatzauftrag die Unfallstelle abzusperren sowie die technische Rettung vorzubereiten. Das Tanklöschfahrzeug wurde mit der Sicherstellung des dreifachen Brandschutzes mit Wasser, Schaum und Pulver beauftragt. Bis zum Eintreffen des Gefahrgutzuges erkundete ein erster Trupp unter Atemschutz den PKW, sicherte den Anhänger gegen weiteres umkippen und schaffte einen Zugang zu den Personen, leitete die Erstversorgung und im Anschluss die technische Rettung ein. Parallel zu den Rettungsarbeiten erkundete ein Trupp des Gefahrgutzuges unter Vollschutz die Lage im LKW-Anhänger und suchte im Zugfahrzeug nach Ladungspapieren. Es wurde festgestellt, dass zu diesem Zeitpunkt kein Gefahrgut mehr austrat und die Ladungspapiere auf Pflanzenschutzmittel verwiesen. Eine genaue Zuordnung der Stoffe konnte im diesem Moment nicht erfolgen, so dass entschieden wurde die Menschrettung unter Atemschutzweiter fortzusetzen. Der Beifahrer konnte innerhalb kürzester Zeit befreit werden. Die Rettung des Fahrers beanspruchte jedoch sehr viel Zeit, da die Karosserie durch den Aufprall stark verformt war. Der Einsatz aller technischen Mittel des Rettungssatzes bestehend aus Spreizer, Schere und Hydraulikstempel war zur Befreiung der Person notwendig. Bei Einbruch der Dämmerung war die Person aus dem PKW befreit. Nachdem die Einsatzstelle ausgeleuchtet war, lag der Schwerpunkt der Arbeiten darauf einen Zugang zum LKW zu schaffen. Mittels Plasmaschneider, Säbelsäge sowie kleineren technischen Geräten wurden versucht an verschiedenen Stellen die Hülle des LKW aufzuschneiden. Hierbei konnten wichtige Erfahrungen gesammelt werden, da der Zugang nicht so schnell wie erwartet geschaffen werden konnte. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgten eine Erkundung im Inneren des LKW sowie die Bergung des Gefahrgutes. Nach ca. 1,5 h konnten die Aufräumarbeiten beginnen und erste Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden. Bei diesem Übungsszenario konnte die Feuerwehr wichtige Erfahrungen unter realen Bedingungen sammeln. Zum einen wurden die Abläufe bei einem Verkehrs- und Gefahrgutunfall trainiert sowie erweitertes technisches Gerät des Rüstwagens eingesetzt.